Laptop gegen Lego! Mit Kind im Homeoffice zu arbeiten, ist eine Herausforderung. Das wissen mittlerweile alle „Schreibtischtäter“ dank Corona. Und die Frage, wie Homeoffice mit Kind so klappen kann, dass es sich effektiv arbeiten lässt, dürfte sich auch der ein oder andere schon gestellt haben. Hier meine persönlichen 8 Tipps, wie du das Kind beschäftigt kriegst. Und zwar so, dass du auch wirklich konzentriert arbeiten kannst.

Für Freiberufler, wie mich, stellt das Arbeiten aus dem Homeoffice keinen Ausnahmezustand, sondern Normalität dar. Die Herausforderungen kannte ich schon vor Corona, natürlich nicht in dem Ausmaß wie während der Pandemie, aber Homeoffice mit Kind mache ich seit sieben Jahren. Da gerät man schon mal zwischen die Fronten Laptop (Arbeit) und Lego (Kind). Denn es kann immer mal passieren, dass das Kind wider Erwarten zuhause ist. Die Deadline muss trotzdem eingehalten werden und eine Telefonkonferenz mit dem Kunden lässt sich nicht einfach mal so schnell verschieben. Gründe, warum das Kind plötzlich zuhause steht, sich aber eine Betreuungsmöglichkeit nicht ebenso spontan auftut, gibt es viele. Da muss man sich zu helfen wissen. Aktuell kommt Corona als weiterer Faktor hinzu, warum Kind und man selbst plötzlich wieder zuhause im Homeoffice sitzt und sich denkt: Kann ich eigentlich mal zwei Stunden ohne „Mama?“ hier und „Mamaaaa!“ dort arbeiten? Ruhe! Das brauche ich im Homeoffice! Bitte, bitte, bitte einfach nur mal ungestört arbeiten! Wie bekommt man das hin?

Kinder im Homeoffice beschäftigen: 10 Ideen für Eltern

Und hier kommen sie, meine „Notfall-Ideen“, wie ihr im Homeoffice mit Kind zumindest für ein paar Stunden ungestört und effizient arbeiten könnt.

Tipp #1: Labyrinthe malen (ab 4 Jahren)

Mein Kind hasst malen! Ihm einfach einen Stift in die Hand zu drücken und einen Stapel Papier auf den Tisch zu legen, funktioniert daher nicht. Was aber bei meinem Malmuffel klappt, sind Labyrinth-Malvorlagen. Eine stundenlange Beschäftigung ist das natürlich nicht, aber 10 bis 20 Minuten hält es damit durch. Labyrinth-Vorlagen gibt es zu kaufen (zum Beispiel in Form hübscher Bücher) oder kostenlos zum Ausdrucken in unterschiedlichen Designs und Schwierigkeitsgrad.

Hier ein paar Links zu Sammlungen von kostenlosen Labyrinth-Druckvorlagen, durch die sich eure Kinder im Homeoffice durchkritzeln können:

  1. https://www.kleineschule.com.de/labyrinth.html
  2. https://www.raetseldino.de/labyrinth-raetsel.html
  3. https://www.schule-und-familie.de/quizzes-raetsel/labyrithe-fuer-kinder.html
  4. https://www.malvorlagen-bilder.de/labyrinthbilder.html
  5. https://www.kinder-malvorlagen.com/zum-ausmalen/vorlagen-raetsel-labyrinth.php
  6. https://malvorlagen-seite.de/labyrinth-irrgarten-fuer-kinder/

Tipp #2: Hörstifte (ab 4 Jahren)

Hörstifte sind eine super Beschäftigung für Kinder, die noch nicht oder noch nicht sehr gut lesen können. Aber auch Kinder, die bereits lesen können, beschäftigen sich noch gerne damit. Sobald das Kind weiß, wie Stift, Bücher und Spiele zu bedienen sind, kann es selbstbestimmt entscheiden, auf was es gerade am meisten Lust hat und welche Funktion des Buches es nutzen möchte: Buch einfach nur durchblättern? Vorlesefunktion nutzen? Lieder anhören und mitsingen? Suchspiele spielen oder Quizfragen beantworten? Die Vielfalt an Möglichkeiten hält das Kind beschäftigt. Wird ein Buch langweilig, kann es einfach zum nächsten greifen. Übrigens gibt es auch Quiz-Spiele für Hörstifte, die das Kind alleine kann oder mehrere Kinder zusammen. Und schon hat man 15 bis 45 Minuten Ruhe im Homeoffice trotz Kind.

Tipp #3: Suchspiel (ab vier Jahren)

Dieses Spiel benötigt etwas Vorbereitungszeit am Vorabend. Es funktioniert im Grunde genommen wie die Ostereiersuche, nur dass keine Eier, sondern Spielsachen oder Zettel von euch versteckt und den Kindern gesucht werden.

Für jüngere Kinder (Vorschulalter) eignen sich Spielsachen. Ihr versteckt im Nebenraum (nicht in dem Zimmer, in dem ihr arbeitet) 10 bis 15 Spielsachen. Die Spielsachen können aus einer Kategorie sein, zum Beispiel Kunststofftiere, Bausteine o.ä. Euer Kind soll die Spielsachen nun suchen und immer nachzählen, ob es alle gefunden hat. Nach der Suche startet euer Kind vielleicht ein Spiel mit diesen Spielsachen und bleibt noch eine Weile beschäftigt.

Für Kinder, die bereits lesen können, versteckt ihr Zettel. Auf jedem Zettel steht ein Wort, das zu einem Satz oder mehreren Sätzen gehört. Die Kinder müssen die Zettel suchen und am Ende so zusammensetzen, dass sich ein sinnvoller Satz ergibt. Der Satz könnte zum Beispiel lauten: „Im Kühlschrank findest du in der blauen Schüssel eine Überraschung“. In der Schüssel befindet sich dann zum Beispiel das Lieblingsjoghurt o.ä.

Das Spiel kann auch mehrstufig gespielt werden. 1. Stufe: Suche nach Zetteln mit Worten, die zusammen einen Satz ergeben. Hier lautet der Satz in etwa so: „Suche in der Küche die rote Schachtel“. 2. Stufe: Anweisung des gepuzzelten Satzes folgen und die roten Schachtel suchen. 3. Stufe: In der Schachtel befindet sich die nächste Anweisung auf einem Zettel, die lautet: „Suche das iPad. Es ist im Schlafzimmer versteckt. Wenn du es findest, darfst du 30 Minuten eine Wissenssendung deiner Wahl schauen oder eine Quiz-Spiel deiner Wahl spielen.“ 4. Stufe: Als Belohnung Videos gucken oder Quiz-App spielen.

Regeln: Klar ist, dass das Kind erst wieder kommen darf, wenn es das Rätsel gelöst hat. Notfälle sind natürlich von dieser Regel ausgenommen! Beim Suchen darf das Kind nirgends hochklettern. Sollten die Kinder anfänglich nicht begeistert sein, hilft eine kleine Motivationshilfe. Ihr versprecht ihm eine Überraschung am Ende der Suche.

Tipp #4: Papier-Basketball (ab 4 Jahren)

Knüllt alte Zeitungen oder Werbeprospekte zu Bällen zusammen. Stellt unterschiedliche bruchsichere Behälter im Kinderzimmer auf. Wie beim Basketball wirft das Kind die Papierbälle in die Behälter. Je weiter sich ein Behälter von der Wurflinie entfernt befindet und je schwieriger es ist, den Behälter zu treffen, umso mehr Punkte gibt es. Die Punktzahl, die der jeweillige Behälter einbringt, schreibt ihr auf ein Blatt Papier und klebt es auf den Behälter. Das Kind soll nun eine bestimmte Zeit lang spielen bzw. solange, bis es eine bestimmte Punktzahl erreicht hat. Kleinere Kinder zählen einfach pro Treffer immer eine Zahl weiter. Ältere Kinder notieren sich die Punktzahl, die auf dem getroffenen Behälter steht, und rechnen diese zum Endergebnis zusammen. Das Spiel funktioniert alleine und mit Geschwisterkindern.

Tipp #5: Lesen. Echt jetzt? (ab 6,5 Jahren)

Ich weiß, ich weiß. Viele Kinder lassen sich nicht so einfach zum Lesen motivieren. Dabei hängt es manchmal einfach nur am Lesestoff. Eine gemeinsame Recherche wirkt manchmal Wunder. Unser Kind hat den Einstieg ins Lesen über die „Drachenmeister“-Serie geschafft. Es kostet Zeit, aber es lohnt sich, unterschiedliche Bücher zu durchstöbern und anzulesen. Früher oder später findet sich ein Buch, für das sich das Kind interessiert. Hilfreich beim Schritt zum selber lesen wollen war auch, dass wir zu Beginn das Buch gemeinsam gelesen haben. Erst zwei Seiten ich, dann zwei Seiten mein Kind – immer abwechselnd und zwar eine ganze Stunde haben wir das gemacht. Die zeitliche Investition hat sich gelohnt: Für mein Kind natürlich, da es schneller besser lesen gelernt hat und für mich, weil es mittlerweile allein liest. Wenn mein Kind keine Lust auf Lesen hat, ich aber darauf angewiesen bin, dass es sich alleine beschäftigt, weil ich Ruhe zum Arbeiten brauche, werden 15 Minuten lesen als Voraussetzung an zum Beispiel danach die gleiche Zeit Video schauen geknüpft. Ich weiß, nicht die feine englische Art, funktioniert aber – zumindest bei uns.

Tipp #6: Kostenlose Lern-Apps und Quiz-Spiele (Alter abhängig vom Spiel)

Digitale Medien faszinieren Kindern. Und wenn wir mal ehrlich sind, auch wir Erwachsenen können nicht davon ablassen. Diese Faszination führt nicht selten zu Konflikten. Für die Arbeit im Homeoffice mit Kind ist die geradezu magische Anziehungskraft der digitalen Medien allerdings hilfreich. Und drauf, was das Kind damit tut, könnt ihr ja Einfluss nehmen. Sofern die Kinder nicht schon eine langjährige „Mario-Kart“ und „Fortnite-Karriere“ hinter sich haben, finden sie auch Spiele mit Lerncharakter spannend. Nach dem Motto: Hauptsache ich darf an Handy oder Tablet ran. Mit diesen (Web-)Apps sind die garantiert Kinder beschäftigt und lernen nebenher auch noch was, während ihr im Homeoffice in Ruhe arbeiten könnt.

Quiz-Spiele und Apps ab Vorschulalter:
Ihr müsst euren Kindern natürlich erst einmal zeigen, wie das Quiz oder die App funktionieren. Dann können aber auch Kinder, die noch nicht lesen können, die Quizze spielen.

  • Welches Tier passt zum Bild-Quiz
    Kinder müssen Fotos, die sie sehen, einem oder mehreren passenden Zeichnungen zuordnen. Beispiel: Das Bild zeigt ein Glas Milch. Daneben erscheinen fünf Zeichnungen von unterschiedlichen Tieren zur Auswahl. Das Kind muss nun Kuh, Schaf und Ziege auswählen. Das Spiel arbeitet mit grafischen Symbolen und gesprochenen Anweisungen. Die Kinder müssen also noch nicht lesen können.
  • Spiele in der Maus-App
    Neben Sendungen und Videos gibt es in der Maus-App auch ein paar Spiele. Die Spiele, bei denen Kinder Grips brauchen und fördern sind: das „1,2,3-Spiel“ (für 2 Spieler), das „Roboter-Spiel“ und das „Röhren-Spiel“. Die Maus-App ist verfügbar im iTunes-, Google-Play und Amazon-App-Store verfügbar.
  • Fehlersuche-Quiz
    Die klassischen Fehlersuche-Bilder gibt es hier mit Motiven unterschiedlicher Kinderfernsehhelden (Pipi Langstrumpf, Wickie, Dschungelbuch, Heidi, Robin Hood, Bibi & Tina etc.) und bekannter Kindersendungen (Löwenzahn, PUR+).

Quiz-Spiele für Grundschüler:
Für diese Spiele müssen eure Kinder bereits lesen können. Denn Fragen, Antwortmöglichkeiten und Anweisungen werden in schriftlicher Form gestellt.

  • Tierbaby-Quiz
    Quizfragen im Multi-Choice-Verfahren zu Tierwissen. Zum alleine spielen. Web-App: Funktioniert auf Handy, Tablet und Computer.
  • Logo! Quizze
    Mehrere Quiz-Spiele zu unterschiedlichen Themenbereiche, wie Wetter, Klima, Liebe, Europäische Union, Wale & Define, Regenwald uvm. Multi-Choice-Verfahren. Web-App: Funktioniert auf Handy, Tablet und Computer.
  • Pur+ Hirntrainer
    Quizfragen im Multi-Choice-Verfahren aus unterschiedlichen Themenbereichen. Verfügbar in drei Schwierigkeitslevels. Zum alleine spielen und Duell-Modus. Web-App: Funktioniert auf Handy, Tablet und Computer.
  • Quiz und Ratespiele von „Erde an Zukunft“
    Spiele zu Nachhaltigkeit, Wald, Survival und anderen Themen. Funktioniert als Web-App auf Handy, Tablet und Computer.
  • Spiele für Kinder vom ZDF
    Für wen bisher nicht das richtige Spiel dabei war, kann sich alle Web-App-Spiele des ZDF ansehen. Es gibt Bilder-Quizze, Video-Quizze u.ä.

 

Quiz-Spiele und Lernapps für Grundschüler und Jugendliche:
Diese Apps und Spiele sind nicht nur für Grundschüler geeignet, sondern halten auch Fragen für ältere Kinder bereit. 

  • Anton: Die seit Corona wohl berühmteste Lern-App
    Für Klasse 1 bis 10. Kostenlos und werbefrei. Gibt’s in den App-Stores. Funktioniert auf Handy, Tablet und Computer. Registrierung notwendig.
  • Schlaukopf: Lern-App für alle Schularten und Klassenstufen Kostenlos, in der kostenfreien Version aber mit Werbung. Gibt’s in den App-Stores. Funktioniert auf Handy, Tablet und Computer. Registrierung notwendig. Design nicht so spielerisch und freundlich anmutend wie das der Anton-App.
  • Zockerquiz: Wissen quizzen auf Zeit!
    Die Fragen sind hier teilweise anspruchsvoll. Das Quiz läuft auf Zeit. Das erzeugt Stress und Spannung. Web-App: Funktioniert auf Handy, Tablet und Computer.
  • Wo liegt was? App: Geografisches Wissen quizzen
    Wo liegt Dominica? Huch, das wissen viele Erwachsene nicht einmal. Hier kann man definitiv sein geografisches Wissen auffrischen oder erweitern. Es gibt unterschiedliche Spiel-Einstellungen: Von „Länder der Welt“ über „Länder in Europa“ und „Bundesländer in Österreich“ bis hin zu „Hauptstädten“, „Meist besuchte Orte“, „Weltwunder“, „Unternehmenszentralen“ und „Flughäfen“. Die App funktioniert auf Android, iPhone und iPad. Sie muss im App-Store heruntergeladen werden.

Tipp #7: Glotzen – aber Sendungen, die Kinder schlau machen!

Mir ist klar, dass Fernseher oder YouTube anwerfen kein Geheimtipp ist! Das ist die einfachste Lösung für Arbeit im Homeoffice mit Kind. Und wir haben ein schlechtes Gewissen dabei! Denn Sendungen zu finden, die unterhaltsam sind und gleichzeitig Wissen vermitteln, und nicht zu den Klassikern zählen, ist nicht immer einfach. Und es kostet Recherche-Zeit, die wir im Homeoffice nicht haben. Deswegen liste ich hier Wissenssendung für Kinder auf, die vielleicht noch nicht jeder kennt. Und die Kinder gucken können, ohne dass das elterliche, schlechte Gewissen allzu schwer lastet.

Wissenssendungen für Kinder ab ca. 4 Jahren:
Meiner Erfahrung nach sind bereits jüngerer Kinder und Kinder im Vorschulalter von Wissenssendungen fasziniert. Es muss nicht immer Shaun das Schaf, Paw Patrol oder Peppa Wutz sein…

  • Annas, Paulas und Pias wilde Tiere
    Die Moderatorinnen Anna und Paula reisen um die Welt, um wilde Tiere kennenzulernen. Da sind unbekannte Kreaturen wie das Azelot dabei und alte Bekannte, wie das Zebra. Sendungslänge: 25 Minuten
  • Anna und die Haustiere
    Moderatorin Anna besucht Haustierbesitzer und klärt alle wichtigen Fragen, die sich zu dem Tier ergeben. Haltung? Kuschelfaktor? Kosten? Am Ende sind wir eine Runde schlauer. Sendungslänge: 15 Minuten
  • Anna auf der Alm“ und „Anna und der wilde Wald
    Diese beiden eher als Serie angelegten Sendungen sind eine Spielart des Formates „Anna und die wilden Tiere“. Mit Anna erleben wir, wie es ist, einen Sommer auf der Alm zu leben und zu arbeiten oder welche Geheimnisse der Wald für uns bereithält. Sendungslänge: 25 Minuten
  • Die Sendung mit der Maus
    Diese Sendung kennt wohl jeder. Trotzdem gehört sie natürlich in die Liste. Sendungslänge: 30 Minuten
  • Löwenzahn
    Dieses Format kennt auch jeder. Aber auch dieser Klassiker soll in meiner Liste nicht fehlen. Sendungslänge: 25 Minuten
  • Kann es Johannes? (Sportwissen)
    Moderator Johannes probiert pro Sendung eine neue Sportart aus immer mit dem Ziel am Ende eine Challenge in dieser Sportart zu bestehen. Gecoacht und trainiert wird Johannes immer von einem Kind, das ihm auch die Challenge gestellt hat. Blindenfußball, Parcours, Tauchen, Stunttraining, Wakeboarden… Es wird auf jeden Fall sportlich! Sendungslänge: 25 Minuten
  • Krass nass (Sportsendung)
    O.K. Richtig lernen in dem Sinne können Kinder hier nichts. Aber sie fiebern mit, wenn sich andere Kinder sportlichen Herausforderungen stellen und bekommen selbst Lust auf Bewegung und „Challenges“. Das nutzen schlaue Eltern aus und bringen ihre Kinder auf die Idee, Tipp #4 (Papier-Basketball) und Tipp #8 (Parcours) umzusetzen. Sendungslänge: 12 Minuten oder 25 Minuten

Wissenssendungen für Kinder ab ca. 5 Jahren:
Bei diesen Sendungen hängt es ein bisschen davon ab, wie weit und wie interessiert euer Kind im Vorschul- und Grundschulter bereits ist. Ich beginne in der Liste mit den Sendungen, die meiner Meinung nach den höchsten Unterhaltungscharakter für Kinder haben.

  • Checker Can, Tobi und Julian
    Die Moderatoren Can, Tobi oder Julian „checken“ pro Sendung ein bestimmtes Thema aus. Vom „Coronavirus-Check“, über den „Pups-Check“ und „Schlagzeug-Check“ bis hin zum „Wie die Mauer fiel-Check“, „Zauber-“ oder „Zucker-Check“ ist alles dabei. Hier werden naturwissenschaftliche, biologische, soziale und geschichtliche Themen unterhaltsam erklärt. Sendungslänge: 25 Minuten
  • CheXperiment
    Checker Tobi bekommt von Wissenschaftlern, Ingenieuren, Sängern, Rennfahrern und allerlei anderen sympathischen Menschen je Sendung eine Aufgabe gestellt, die scheinbar unlösbar ist – zum Beispiel: Feuer unter Wasser anzünden! Checker Tobi löst das Rätsel im Laufe der Sendung, indem er in Experimenten unterschiedliche Lösungsansätze ausprobiert. Dabei helfen ihm der Fragensteller und Kinder. Interessant auch für Erwachsene. Sendungslänge: 15 Minuten
  • Wow – Die Entdeckerzone und Wow Lifehacks (nur eingeschränkt empfehlenswert)
    In den Entdeckerzone-Videos werden unterhaltsame Experimente vorgestellt, die man zuhause einfach nachmachen kann. Beispiel: Katapult bauen und damit Spielzeuge über die Hecke schießen. Auch bei den Lifehacks ist der Name Programm. Die Moderatoren geben praktische Tipps für den Alltag, zum Beispiel wie man verhindert, dass Bananen zu schnell braun werden. Bei beiden Formaten werden die physikalischen, chemischen, biologischen etc. Hintergründe erklärt. Allerdings sind diese Erklärung nicht ideal für Kinder, da teils Fachbegriffe verwendet werden, die wiederum selbst erklärungsbedürftig wären. Weiterer Minuspunkt: Da es sich um Formaten eines privaten Fernsehsenders handelt, läuft im Videoplayer der Sendungswebsite sowohl vor, als auch nach jedem Clip ein Werbespot. Das fällt besonders negativ auf, weil die Sendungen selbst nur sehr kurz sind. Die Sendungen eignen sich eher als Anregung, um im Anschluss selbst Experimente durchzuführen. Sendungslänge: 2 Minuten
  • Willi will‘s wissen
    Wissenssendung für Kinder, ähnlich wie die Checker-Sendungen. Aber ein bisschen unmoderner von der Machart her. Kein Wunder. Die Sendung ist „alt“. Sie wurde von 2002 bis 2010 produziert. Die Themen sind aber zeitlos und daher immer noch aktuell. Sendungslänge: 25 Minuten
  • Museum Aha
    In jeder Folge stellen der österreichische Moderator Thomas Brezina und die Mumie Ramfetz faszinierende und kuriose Erfindungen aus verschiedenen Wissensbereichen vor. Aber Achtung: Nur drei der in der Sendung vorgestellten Dinge gibt es wirklich, zwei davon sind immer frei erfunden! Mitdenken und mit raten ist da Ehrensache. Sendungslänge: 15 Minuten
  • Erde an Zukunft
    Was geht in Zukunft anders, besser oder schöner? Im diesem Zukunftsmagazin für Kinder und Jugendliche macht sich Moderator Felix in jeder Sendung auf den Weg dahin, wo Zukunft im Hier und Jetzt entsteht oder bereits erlebbar ist. Jede Sendung widmet sich einem Thema, zum Beispiel dem „Katastrophenschutz der Zukunft“, „Supercomputer von Morgen“ oder „Freizeitparks der Zukunft“. Sendungslänge: ca. 10 Minuten
  • Die Klimaretter
    Drei Familien kämpfen in einer Klima-Challenge gegeneinander. Wer wird der beste Klimaretter? Strom sparen, Plastik vermeiden, klimaneutral Essen… Nachhaltiges Leben stellt einen im Alltag vor ganz schöne Herausforderungen. Das moderierte Doku-Format zeigt, dass nachhaltig zu leben zwar herausfordernd sein kann. Aber auch: Für das ein oder andere Problem gibt es machbare Lösungen, die im Alltag funktionieren. Sendungslänge: 25 Minuten
  • logo!
    Tägliche Nachrichtensendung für Kinder mit Beiträgen zu aktuellen Themen. Wie die Tagesschau oder heute-Sendung nur eben aufbereitet für Kinder. Sendungslänge: 10 Minuten

Tipp #8: Parcours aufbauen und absolvieren

Ihr habt Balancier-Steine, Stofftunnel, klappbare Matratzen zuhause? Dann dürfen die Kinder einen Parcours erfinden und absolvieren. In der Mittagspause zeigen die Kids euch den Parcours und ihr müsst diesen schneller durchlaufen als sie. Eure Kinder werden sich kaputt lachen, wenn ihr euch unter dem Stuhl durchzwängt.

Tipp #9: Choreografie zum Lieblingslied ausdenken

Euer Kind tanzt gerne? Dann soll es sich eine Choreografie zu seinem Lieblingslied ausdenken und üben. Am Ende des Tages gibt es eine große Vorstellung mit Applaus und Luftschlagen.

Tipp #10: Beschäftigungsmarathon

Damit sich euer Kind über einen Zeitraum von 1 bis 2 Stunden oder länger komplett selbst beschäftigt, hilft es, wenn das Kind selbst entscheiden darf, welche der Beschäftigungsmöglichkeiten es wählt. Klar ist, dass bei digitalen Beschäftigungsangeboten die Eltern ein Wörtchen mitzureden haben. Ansonsten machen die lieben Kinder möglicherweise nichts anderes als glotzen und zocken. Es kann hilfreich sein, mit dem Kind die Reihenfolge der Beschäftigungen zu besprechen. Zum Beispiel: Gestartet wird mit Papier-Basketball, dann 15 Minuten lesen, dann das Suchspiel und danach Tablet-Nutzung. Wenn ihr mit eurem Kind die Reihenfolge durchsprecht und erklärt, warum diese so und nicht anders sein sollte, ihr das Kind also bei der Entscheidung mitnehmt, findet ihr ein Reihenfolge, mit der ihr zufrieden und euer Kind glücklich sein wird.

Tipps von den Blog-Lesern

Einige Leser meines Blogs haben mir direkt ihre Ideen geschickt, wie sie ihre Kinder im Homeoffice beschäftigen. Diese Tipps möchte ich euch nicht vorenthalten:

Leser-Tipp #1: Zähl dein Geld (oder die Stofftiere oder deine Lego-Steine)

Sparkasse ausschütten und das Geld zählen lassen. Dauert schon einmal 15 Minuten. Stofftiere zählen, können jüngere Kinder auch schon. Lego-Steinberge zu zählen zu lassen, wäre ein bisschen fies. 😉 Danke an Billi für diesen Homeoffice-Tipp!

Leser-Tipp #2: Sport machen mit Alba Berlin

Das gute, alte Tele-Gym dank Corona für Kinder neu erfunden! Alba bietet für kleine und große Kinder kostenlos Video-Sportstunden. Kind glotzt und turnt. Ihr könnt in Ruhe arbeiten. Danke an Anna für den Homeoffice-Tipp!

Homeoffice mit Kind: Ein Ausnahmenzustand?

Homeoffice mit Kind. Ist das nicht eigentlich nicht ein Ausnahmezustand? Nö, nicht mehr. Nach einer Erhebung des Digitalverbandes, Bitkom, von Mitte März 2020 arbeitet infolge der Corona-Pandemie jeder zweite Berufstätige (49 Prozent) ganz oder zumindest teilweise im Homeoffice. Ein totaler Ausnahmezustand dürfte die Arbeit zuhause trotz Kind also nicht mehr sein. Was aber auch klar ist, Homeoffice mit Kind ist anstrengender als ohne Kind. Nach einer Umfrage des Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) empfand fast die Hälfte der Eltern – und damit ein deutlich höherer Anteil als bei den Personen ohne Kinder – die Lockdown-Phase als sehr belastend. Dabei berichteten Frauen häufiger als Männer von einer hohen Belastung. Nachdem die Medien aktuell auch wieder von Kindergarten- und Schulschließungen berichten und sich die „Quarantäne-„Erzählungen aus dem Bekanntenkreis häufen, dürfte die Wahrscheinlichkeit gering sind, dass alle von uns komplett ohne Quarantäne durch den anstehenden Herbst und Winter kommen. Und dann hocken wir wieder im Homeoffice mit Kind und stellen uns die Frage, wie wir die Kinder denn nun beschäftigen könnten… dieselbe Frage, die wir uns offensichtlich massenhaft bereits im März 2020 gestellt haben. Ein Blick auf die Kurve in Google-Trends verrät es.

Homeoffice mit Kind und Kinder beschäftigen als Suchbegriffe in Google Trends

Auch ich habe die Suchmaschine nach Ideen befragt. Die Antworten, die ich bekam, waren wenig hilfreich. Es gab viele Ideen, was man alles mit seinen Kindern zusammen machen könnte, und Ideen, dass Struktur etc. hilft… Struktur habe ich. Mit meinem Kind zusammen beschäftigen kann ich mich auch. Aber Ideen, wie sich ein Kind alleine über einen längeren Zeitraum beschäftigen kann, fehlten. Und die Idee zu diesem Beitrag war geboren. Die Umsetzung hat freilich gedauert…

Was macht ein Homeoffice-Beitrag zu auf diesem Blog?
Berechtigte Frage! Schließlich ist dies weder ein Mama-Blog, noch ein Kinderpädagogik- oder Kinderpsychologie-Portal. Aber ich bin Mutter und arbeite als freiberufliche Texterin. Texte schreiben ist nicht nur meine Profession, sondern auch meine Leidenschaft und mein Hobby. Wenn mich Themen bewegen, schreibe ich darüber. Und das Thema Homeoffice mit Kind beschäftigt mich seit 7 Jahren.

Hinweise:
Für die Erwähnung von Produkten und Angeboten im Text wurde ich nicht bezahlt. Ich habe keinerlei Gegenleistungen von Anbieter oder Unternehmen der genannten Produkte und Angebote erhalten. Es ist also keine bezahlte Werbung! Die Tipps basieren ausschließlich auf meinen Erfahrungswerten.

Ich bin weder Pädagoge noch Psychologe. Die Tipps sollen allein als Ideen und Anregung dienen und stellen keine fachmännische Empfehlung dar.

Quellen: